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Konzerttermine
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Zerbst
Freitag, 9. Dezember 2005, 19.30 Uhr,
Kirche St. Trinitatis, Zerbst
Auf dem Programm des diesjährigen Weihnachtskonzerts des Universitätschores „Johann Friedrich Reichardt“ unter der Leitung von UMD Jens Lorenz stehen neben A-Cappella-Musik eine Ouverturensuite von J. F. Fasch und das „Foundling Hospital Anthem“ von G. F. Händel HWV 268.
Die IFG wird zu den Kulturfesttagen im März 2006 wieder das Abschlusskonzert organisieren. Vorgesehen ist ein Chorkonzert.
Leipzig
Samstag, 29. April 2006, 20.00 Uhr,
Altes Rathaus Leipzig, Festsaal
In der Reihe „Bachische Abend-Musick“ gibt das Neue Bachische Collegium musicum ein Konzert mit dem Titel „Das zweite Collegium musicum und Johann Friedrich Fasch“, mit Werken von Bach und Fasch. Karten dazu können unter der 03419137207 im Museumsshop im Bach-Museum Leipzig erworben werden.
Liebe „Faschianer“,
in dieser Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Ihnen einen zusammenfassenden Bericht über die 9. Internationalen Fasch-Festtage geben. Wir sind der Stadt Zerbst sehr dankbar, dass sie trotz angespanntester Finanzlage auch weiterhin zu diesem Musikfest steht. Als Mitveranstalter blicken wir mit Freude und Stolz auf ein insgesamt gelungenes Festival zurück, das hoffentlich auch Ihnen, wenn Sie zu den Teilnehmern gehörten, unvergesslich schöne Erlebnisse beschert hat. Das wäre der willkommenste Lohn für all unsere Anstrengungen und Mühen. Unsere diesmalige Fasch-Preisträgerin hat sich über die ihr zuteil gewordene Ehrung so sehr gefreut, dass sie uns ihre Dankesrede zum Abdruck zur Verfügung gestellt hat. Die folgenden Seiten enthalten aktuelle Informationen über die Arbeit des Fasch-Archivs, Aufführungen von Werken J. F. Faschs, Noteneditionen, wissenschaftliche Projekte und neuere Forschungsergebnisse sowie einen Reisebericht über unsere Studienfahrt ins Elsass, die von unserer – inzwischen „ehemaligen“ – Geschäftsführerin, Frau Karin Spott, hervorragend organisiert worden war. Sie hat die Geschäftsführung nun an Frau Dr. Inge Werner weitergegeben. Wir danken ihr für ihr engagiertes Wirken und wünschen ihrer Nachfolgerin viel Elan und Freude bei ihrer Tätigkeit.
Schon jetzt möchte ich Sie herzlich einladen, das diesjährige Weihnachtskonzert sowie die weiteren Veranstaltungen der Saison zu besuchen.
Angenehme Lektüre
wünscht Ihnen
Ihre Konstanze Musketa
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Bericht über die 9. Internationalen Fasch-Festtage 2005
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Die 9. Internationalen Fasch-Festtage vom 07.–17. April 2005 im Rückblick
Vom 07. bis 17. April 2005 veranstalteten die Stadt Zerbst und die Internationale Fasch-Gesellschaft zum neunten Mal Festtage zu Ehren des Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch. Im Mittelpunkt stand diesmal „Johann Friedrich Fasch als Instrumentalkomponist“, d. h. seine Meisterschaft auf dem Gebiet diverser instrumentaler Gattungen, insbesondere der Ouverturen-Suite, und sein schon zu Lebzeiten bewundertes Geschick im Umgang mit den verschiedensten Blasinstrumenten, das sich in einem besonders farbenreichen Œuvre manifestiert hatte. Das Thema fand in den einzelnen Konzertprogrammen konsequent seinen Niederschlag und war Gegenstand der Wissenschaftlichen Konferenz.
Zum dritten Male fanden die Festtage an zwei Wochenenden statt. Diese Erweiterung auf elf Tage und mehrere Spielorte im anhaltischen Raum – die Marienkirche Dessau, Schloss Leitzkau und Schloss Wendgräben – hat sich im Wesentlichen bewährt und sollte nach Möglichkeit beibehalten werden. Wie die Auswertung der Kartenbestellungen darlegte, waren unter den Besuchern wiederum die auswärtigen zahlreicher als die einheimischen vertreten.
Eröffnet wurden die Festtage mit dem Festakt und der Verleihung des Fasch-Preises im Fasch-Saal der Stadthalle Zerbst. Nach der Festansprache des Staatsministers Böhm in Vertretung des Schirmherrn, Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, überreichten Bürgermeister Helmut Behrendt und die Präsidentin der IFG, Dr. Konstanze Musketa, den Fasch-Preis an die Musikwissenschaftlerin Frau Dr. Barbara M. Reul aus Regina/Kanada. Die Verleihung war Anerkennung für ihr überaus großes Engagement und ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz in Europa und Übersee für die Erforschung und Popularisierung von Leben und Werk des ehemaligen Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch und für ihre Mitarbeit an der erfolgreichen Entwicklung der Internationalen Fasch-Festtage in Zerbst. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Mitgliedern des Händelfestspielorchesters des Opernhauses Halle und der Sängerin Andrea Stadel.
Im Anschluss an den Festakt brachte das belgische Ensemble Il Fondamento im großen Saal der Stadthalle Zerbst ein sehr schönes Programm, bei dem Konzerte und Ouverturen-Suiten von Telemann und Fasch im Vergleich dargeboten wurden. Als Solist auf der Oboe glänzte hier der Leiter des Ensembles, Paul Dombrecht.
Das Konzert in der Marienkirche in Dessau mit dem Ensemble La Stagione Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider, der auch mehrfach als Solist auftrat, löste beim Publikum Begeisterung aus. Für dieses Konzert hätte man noch viel mehr Besucher gewinnen können. Am gleichen Abend fand aber im Dessauer Theater ein Sinfoniekonzert statt, was einen potentiellen Teil des Publikums band. Bei zukünftigen Festtagen sollte ein solches Parallellaufen von Veranstaltungen durch bessere Terminabsprachen vermieden werden.
Die Intimität und das schöne Ambiente von Schloss Wendgräben bescherte den Veranstaltern ein volles Haus, und das dargebotene Programm „Con Fagotto“ mit dem Fasch-Preisträger von 1999, Camerata Köln, garantierte für ein gelungenes Konzert. Durch kurze, auf angenehme Weise belehrende Kommentare der Musiker erfuhren die Zuhörer darüber hinaus auch Wissenswertes über den „musikalischen Gegenstand“.
Neu im Programm war eine mitternächtliche Veranstaltung in der Zerbster Schlossruine am Gedenktag der Zerstörung der Stadt vor 60 Jahren. Das Akademische Orchester der Universität Halle-Wittenberg mit den StouXingers sorgten in der reizvollen Atmosphäre der vom Förderverein des Schlosses umsichtig und liebevoll hergerichteten Ruine unter dem Motto „Baroque meets Gospel“ für mitreißende Stimmung.
Unter der bewährten Leitung von Tobias Eger gehört der Festliche Gottesdienst zu Ehren Faschs, vom MDR live übertragen, seit Jahren zum festen Bestandteil der Fasch-Festtage und brachte auch diesmal u. a. eine sehr schöne Kantate aus dem Vokalschaffen des Zerbster Meisters.
Anspruchsvoll und interessant war auch das Konzert des Kammerchores des Universitätschores „Johann Friedrich Fasch“ und dem Johann Friedrich Fasch-Ensemble Halle unter der Leitung von Jens Lorenz in der St. Trinitatis-Kirche Zerbst, das speziell Faschs Dresdner Kirchenmusik gewidmet war und gleich drei Erstaufführungen vorstellte.
Mit viel Engagement und Spielfreude musizierten auch die fünf Musiker und Musikerinnen des Ensembles Cordarte im Schloss Leitzkau, die eine interessante Programm-Mischung von Faschs unmittelbaren Freunden und Zeitgenossen darboten.
Das festliche Abschlusskonzert der 9. Inter-nationalen Fasch-Festtage 2005 wurde vom italienischen Ensemble Zefiro meisterhaft gestaltet. Mit viel Witz, Temperament und Charme begeisterten die Italiener das Publikum und trugen somit zu einem würdigen Abschluss dieser Festtage bei.
Als wichtiger Bestandteil der Internationalen sehr gelungene und ertragreiche Wissenschaftliche Konferenz traditionell in der sehr angenehmen Atmosphäre des Hotels „von Rephuns Garten“ in Zerbst statt. Am 8. und 9. April trafen sich 15 Referenten aus Kanada, Australien, Großbritannien und Deutschland sowie etliche Gäste, um zur Thematik „Johann Friedrich Fasch als Instrumentalkomponist“ ihre Erkenntnisse auszutauschen. Die Konferenz, von der Stadt Zerbst technisch bestens vorbereitet, gab wiederum einen tiefen Einblick in das Leben und Schaffen des ehemaligen Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch. Alle Beiträge werden im Konferenzbericht als 10. Band der Fasch-Studien veröffentlicht, aus finanziellen Gründen möglicherweise aber erst im Jahr 2008 in der Schriftenreihe der Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik.
Die musikalische Einleitung am ersten Konferenztag, diesmal mit einem mittäglichen Intermezzo, wurde – wie schon in den Vorjahren – von Studierenden der Fachrichtung Alte Musik an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig übernommen. Die Zusammenarbeit mit den Studenten hat sich auch in diesem Jahr bestens bewährt, und das Ergebnis war sehr hörenswert.
Am Ende der Fasch-Festtage konnte von allen Seiten erneut ein positives Fazit gezogen werden. Das Konzept, Johann Friedrich Faschs Instrumentalwerk in seiner klanglichen Vielfalt zu zeigen, wurde von allen in- und ausländischen Ensembles gekonnt und virtuos umgesetzt. Den Konzerten ist durchgängig – zur Freude der Veranstalter und Besucher gleichermaßen ¬ eine außerordentlich hohe künstlerische Qualität zu bescheinigen, was sich auch in der Publikumsresonanz zeigte. Insgesamt konnten fünf durch Hallenser und Regensburger Musikwissenschaftler aus den Originalquellen erarbeitete Werke Faschs dank Fördermitteln erstmalig zu Gehör gebracht werden.
In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal auf das Projekt „Schüler spielen Fasch“ hingewiesen, mit dem die Kreismusikschule „Johann Friedrich Fasch“ in einem musikalisch-kulinarischen Programm eine gelungene Auswahl der erarbeiteten Stücke im Restaurant Vogelherd in Zerbst vorstellte.
Aus Sicht der IFG waren die 9. Internationalen Fasch-Festtage 2005 wiederum ein Beweis, dass sich die intensive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Zerbst und der unermüdliche Kampf um ihre Fortführung im Vorfeld doch gelohnt hat. Ein großer Dank sei an dieser Stelle deshalb auch den vielen Sponsoren gesagt, die dazu beitrugen, dass dieses Fest stattfinden konnte. Aber auch die ganz individuelle Betreuung der Ensembles, der Wissenschaftler und auswärtigen wie einheimischen Gäste durch die Mitglieder der IFG sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Zerbst versteht sich mittlerweile als Markenzeichen. Damit heben sich die Fasch-Festtage, wie die Besucher immer wieder bestätigen, positiv von manch anderem Festival ab. Nicht nur auswärtige Besucher aus Deutschland, sondern auch aus den USA und Großbritannien lobten die persönliche Zuwendung. Dieser besondere Faktor darf nicht unterschätzt und sollte zukünftig noch stärker eingebracht werden.
Es trug sehr zur überregionalen medialen Ausstrahlung der Festtage bei, dass auch in diesem Jahr sowohl Deutschlandradio Kultur für eine Live-Übertragung des Eröffnungskonzerts mit dem belgischen Ensemble Il Fondamento in der Stadthalle Zerbst und der MDR FIGARO für die Aufzeichnung desselben Konzerts sowie den Mitschnitt des Konzerts von La Stagione Frankfurt in der Marienkirche in Dessau gewonnen werden konnten.
Die von Frau Heger professionell gestalteten beiden Flyer, verschiedene Plakate und die Programmschrift präsentierten wiederholt das optische Erscheinungsbild der Festtage und machten neugierig auf den Inhalt. An dieser Stelle sei auch der Zerbster Volksstimme, Frau Antje Rohm und ihrem Mann Helmut Rohm, großer Dank ausgesprochen für ihre professionelle Unterstützung im Vorfeld sowie in der Berichterstattung.
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Dankesrede der Faschpreisträgerin 2005
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Dankesrede der diesjährigen Fasch-Preisträgerin Frau Dr. Barbara M. Reul
Sehr geehrter Herr Staatsminister Böhm, Herr Bürgermeister, Frau Dr. Musketa, Frau Spott, liebe Gäste und Fasch-Freunde,
Es ist mir eine große Ehre, den Fasch-Preis der Stadt Zerbst 2005 entgegennehmen zu dürfen, und ich möchte mich bei Ihnen dafür von ganzem Herzen bedanken. Diesen Preis verliehen zu bekommen, empfinde ich zugleich als eine Anerkennung meiner Tätigkeit in der Vergangenheit als auch eine Aufforderung, mich in der Zukunft weiterhin mit dem Zerbster Kapellmeister Johann Friedrich Fasch zu befassen und seine musikalischen Werke einem noch größeren Publikum vorzustellen. Dies wird mir nicht schwerfallen, denn, wenn man, wie ich, nach insgesamt 12 Jahren mit Fasch immer noch total von dem Mann und seiner Musik begeistert sein kann, dann ist das schon ein gutes Omen.
Fasch war damals, als er 1722 nach Zerbst kam, knapp ein Jahr jünger, als ich es jetzt bin, und blieb, wie Ihnen bekannt ist, insgesamt 36 Jahre lang in Zerbst. Auch wenn mir das aufgrund meiner familiären und beruflichen Verhältnisse unmöglich ist, denn ich bin seit fast 20 Jahren in Kanada zuhause, dann werde ich Zerbst doch immer mit Fasch verbunden sein. Denn die vielen persönlichen Kontakte, die ich während meiner Zeit in Zerbst knüpfen konnte – und hier spiele ich besonders auf die Internationale Fasch-Gesellschaft an, die mir als Fasch-Forscherin immer mit Rat und Tat zur Seite stand, aber auch auf Mitarbeiter der Stadt Zerbst bzw. Musikerkollegen vor Ort – haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich als Fasch-Missionarin in meiner Haut wohl fühle.
Ich wünsche mir als Fasch-Preisträgerin der Stadt Zerbst 2005, dass sich Stadt und Land stets der Tatsache bewusst sind, dass der Weg zu Johann Friedrich Fasch und seinem Sohn Carl Friedrich Christian, dem Begründer der Berliner Sing-Akademie, durch die Internationalen Fasch-Festtage der richtige ist, denn sie zeigen, wie man Konzertbesuchern, die Fasch noch nicht kennen, den Einstieg in die Materie erleichtert sowie Fasch-Fans mittels Erstaufführungen dazu bringt, diesem tollen Barockmusikfestival treu zu bleiben. Aber auch in den Zwischenjahren darf man insbesondere Johann Friedrich Fasch nicht vergessen, denn seine Werke sind ein wichtiger Bestandteil des musikalischen Schaffens von Barockkomponisten im mitteldeutschen Raum. Können wir es uns leisten, diese wichtige kulturelle Trumpfkarte nicht regelmäßig zu spielen, d. h. Faschsche Musik nicht so oft wie möglich aufführungspraktisch einrichten, im Konzert erklingen und auf CD einspielen zu lassen, d. h. seine Musik sowohl Schülern als auch Studenten sowie Profimusikern und natürlich auch unserem Publikum zugänglich zu machen?
Im Gegensatz zu Fasch, der ja zeitlebens mit einem hohen Schuldenberg zu kämpfen hatte und dem der Geldmangel „täglich“ Kummer bereitete, werde ich das Preisgeld umsichtig anlegen und meine Fähigkeiten als Wissenschaftlerin auch weiterhin in den Dienst des Komponisten Fasch und seiner Musik stellen und als „Fasch Ambassador“ bzw. Botschafterin der Internationalen Fasch-Gesellschaft, der Stadt Zerbst und des Landes Sachsen-Anhalt tätig sein.
Vielen Dank!
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Von der Arbeit des Fasch-Archivs
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Im Vorfeld und auch nach den diesjährigen Fasch-Festtagen ist das Interesse an Johann Friedrich Fasch sowohl auf dem Kammermusiksektor als auch nach Werken großer Besetzung sehr gewachsen. Nicht nur bekannte Orchester fragen nach Manuskripten, auch viele Laienensembles, z. B. aus Österreich und Bayern, scheinen „unseren Fasch“ entdeckt zu haben. Dank der damaligen Förderung des Landes Sachsen-Anhalts, des Landkreises und der Stadt Zerbst sowie privaten Spenden konnte das Fasch-Archiv fast alle bisher entdeckten Werke Faschs in Kopien oder auf Mikrofilm bzw. in aufführungspraktischer Einrichtung und als Edition erwerben und ist somit ein hervorragender Anlaufpunkt für potentielle Kandidaten kommender Fasch-Festtage bzw. für Musiker, Lehrer und Schüler, die Johann Friedrich Fasch kennen lernen möchten.
An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die unsere Arbeit unterstützen und schätzen.
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Fasch im Osten und Westen des Landes
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Fasch in Bochum
In einem Kammerkonzert der Bochumer Sinfoniker am 9. Januar 2005 im Forum des Museums Bochum, mit unserem Fasch-Mitglied, dem Oboisten Hans-Heinrich Kriegel als Solisten, erklangen neben Werken von G. Ph. Telemann, A. Vivaldi und J. S. Bach das Concerto d-Moll FWV L:d2 von J. F. Fasch sowie das C. F. Ch. Fasch zugeschriebene Tripelkonzert E-Dur.
Unter der Leitung von Hans-Heinrich Kriegel konzertierte das Fasch-Collegium Bochum am 31. Januar 2005 im Rahmen der 8. Kemnader Burgserenade in Bochum-Stiepel unter dem Titel „FASCH’zination Barockmusik“ mit Werken von J. S. Bach, J. D. Zelenka, G. Ph. Telemann, Ch. W. Duckenmüller, G. B. Platte, M. Corette und J. F. Fasch. Von J. F. Fasch erklang die Sonate g-Moll FWV N:g1.
In der Konzertreihe „Pro Musica Bislich“ fand am 6. Juni 2005 unter der Leitung von Wulff-Dieter Irmscher ein Konzert mit dem Fasch-Collegium Bochum, der Sopranistin Anna Widera, dem Organisten Christoph Grohmann und dem Kirchenchor St. Johannis Bislich in der katholischen Kirche St. Johannes in Wesel-Bislich statt. Die Sonate d-Moll FWV N:d3 und das Concerto B-Dur FWV L:B4 von J. F. Fasch umrahmten das sehr anspruchsvolle Programm mit Werken von F. M. Bartholdy, J. G. Rheinberger, A. Bruckner, J. S. Bach und anderen, in dessen Zentrum Mozarts „Laudate Dominum“ stand.
Fasch in Mering (Schwaben)
Am Pfingstsonntag, dem 15. Mai 2005, führten der Evangelische Kirchenchor Mering mit dem Bassisten Thomas Riegger und die Capella St. Johannes unter der Leitung von Monika Nees in einem Gottesdienst neben Stücken von C. Monteverdi, M. Franck und G. Ph. Telemann J. F. Faschs Solokantate für Bass, Chalumeau, Oboe, Streicher und B. c. „Sanftes Brausen, süßes Sausen“ FWV D:S2 (eingerichtet von Uta Wald) auf.
Fasch im Raum Querfurt
Gleich mehrere Musikschuljahresabschlusskonzerte in Querfurt, Bad Lauchstädt, in der Kirche Ziegelroda sowie im Gymnasium in Laucha bescherten den Zuhörern ausgewählte Stücke aus dem Projekt „Schüler spielen Fasch“. Sowohl Lehrer als auch Schüler hatten viel Spaß beim Einstudieren und Aufführen der Werke J. F. Faschs.
Fasch in Greiz
Am 4. Mai 2005 fand in der Greizer Neustadt die feierliche Einweihung der Johann-Friedrich-Fasch-Straße durch den Greizer Bürgermeister Dr. Hemmann statt. Fasch hatte ja bekanntlich 1720/21 als Stadtschreiber und Organist in Greiz gewirkt.
Fasch und Familie
Der Verein der hallischen Familienforscher „Ekkehard“ hat in seinem gleichnamigen Mitteilungsblatt (neue Folge 12, 2005, Heft 2) einen Aufsatz über Johann Friedrich Fasch veröffentlicht, der auf der Grundlage umfangreicher Archiv-Recherchen eine Reihe von bisher noch nicht bekannten Fakten zur Biographie des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters und seiner Familie enthält. Einige bedauerliche Irrtümer in dieser Abhandlung sollten jedoch ihren Wert nicht schmälern.
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Abgeschlossene und neue Förderprojekte – Faschreise
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Abgeschlossene und neue Förderprojekte
Unser Antrag auf finanzielle Förderung des Projektes: „Aufführungspraktische Einrichtung von zwei Ouverturen-Suiten und den Psalmvertonungen „Nisi Dominus“ und „Laudate pueri“ durch das Land Sachsen-Anhalt und den Landkreis Anhalt-Zerbst, konnte stattgegeben werden. Drei Hallenser, ein Regensburger und ein britischer Musikwissenschaftler werden diese Werke für die Musikpraxis einrichten.
Das vom Landkreis Anhalt-Zerbst und dem Land Sachsen-Anhalt geförderte Projekt SAM 10114/03 zur „Erfassung der Daten zur Vokal- und Instrumentalmusik von C. F. Ch. Fasch, seiner und J. F. Fasch’s Primär- und Sekundärliteratur für die Präsentation im Internet“ konnte 2004 erfolgreich abgeschlossen werden und soll, sobald finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, abrufbar sein. Das Projekt lief über den Zeitraum 4.12.03 bis 3.12.04.
Neue Editionen groß besetzter Werke J. F. Faschs
In diesem und im vergangenen Jahr konnten Dank des unermüdlichen Fleißes unseres Mitgliedes und Leiter des Fasch-Collegium Bochums, Hans-Heinrich Kriegel, wieder drei Ouverturen-Suiten von J. F. Fasch dem Fasch-Archiv übergeben werden. Es handelt sich dabei um die Ouverturen-Suiten D-Dur für 2 Oboen, (2) Fagott(e), 2 Violinen, Viola und B. c. FWV K:D22 und D-Dur für 2 Trompeten, 3 Oboen, Fagott, 2 Violinen, Viola und B. c. FWV K:D3 sowie d-Moll für 2 Oboen, Fagott, 2 Violinen, Viola und B. c. FWV K:d4.
Faschreise nach Strasbourg
Die Internationale Fasch-Gesellschaft hat auch im Jahre 2005 wieder zu einer Reise eingeladen.
Vom 19. bis 22. Mai waren wir in Frankreich. Eine kleine Informationsbroschüre, die in der Geschäftsstelle der Gesellschaft erarbeitet worden war, stimmte die Reisenden auf die Reiseziele Strasbourg und Colmar ein, machte neugierig nicht nur auf das weltberühmte Münster, sondern auch auf La Petite France – Klein Frankreich – ein Altstadtviertel mit Fachwerkhäusern und großen geöffneten Dachböden, in denen früher Leder getrocknet wurde, auf Ponts Couverts – gedeckte Brücken, aber auch auf die modernen Bauten der Institutionen der Europäischen Union.
Das Hotel La Residence J. S. Bach, unweit des Zentrums, entsprach natürlich schon mit seinem Namen den Interessen der Musikfreunde, und so gehörte auch der erste Abend in Strasbourg der Musik. Ein Konzert mit Werken von Brahms, der 4. Sinfonie und dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello mit jungen Solisten, war ein Kunsterlebnis besonderer Art.
Die Stadtrundfahrt am Freitag war ein bunter Wechsel architektonischer Ensembles, eine Zeitreise durch Geschichte und Kunst der Stadt Strasbourg.
Natürlich begeisterte das Münster mit seiner filigranen Fassade, den meisterhaft gestalteten zahllosen Figuren aus Sandstein, den außergewöhnlichen Fenstern und der bemerkenswerten astronomischen Uhr. Die Größe der Europäischen Union, ihre Wertigkeit für Europa wurde spürbar bei der Umrundung des Gebäudekomplexes per pedes: Es war nicht leicht, den richtigen Eingang zu finden – aber das war wie im richtigen Leben – man findet nicht immer so leicht die richtige Tür! Die Führung durch das Parlamentsgebäude und das Gespräch mit dem Leiter des Informations- und Besucherzentrums brachte Einsichten in die Arbeit der Abgeordneten und in das Wirken des Europäischen Parlaments. Am Abend sollten Elsässische Spezialitäten uns Kraft für den nächsten Tag – mit einer Reise nach Colmar – geben. Es war ein sehr deftiges Mahl und nicht nach jedermanns Geschmack. Der Stimmung an diesem Abend tat dies keinen Abbruch.
Den Samstag verbrachten wir in Colmar. Zunächst erfreute uns eine äußerst engagierte Stadtführerin während des Rundgangs und danach stand ein Ausflug auf ein Weingut mit einer Weinverkostung an. Der Wirt war gleichzeitig der Winzer, und er konnte mit seinem Wein überzeugen, so dass im Gepäck auch gute Tropfen aus dem Elsass die Reise nach Hause antraten. Am Sonntag ging es zurück nach Zerbst. In Heidelberg wurde die Reise unterbrochen – eine attraktive Stadtführerin mit Hut lud uns zum Rundgang ein. Sie verstand es meisterlich, uns ihre Stadt näher zu bringen, und der Wunsch, nach Heidelberg noch einmal zurück zu kommen, erwachte.
In der Erinnerung an diese gelungene Reise bleiben viele Eindrücke – wissenswerte Fakten, erzählt von begeisternden Stadtführern, eigene Rundgänge mit ganz persönlichen Blicken auf Land, Leute, Kultur und Kunst.
Wir danken der Reiseleitung, Frau Spott, für ihre freundliche und zuverlässige Betreuung, dem Reisebüro Ruthe für die sichere Fahrt und freuen uns auf das nächste Jahr, denn der Mai ist der Reisemonat der Internationalen Fasch-Gesellschaft – Frühling, Musik, Neues, Interessantes sehen und erleben – das weckt Lebensgeister und macht uns fit für die Mühen des Jahres. Deshalb bleibt es dabei auch für das Jahr 2006 – im Mai gehen wir auf Reisen, nach ersten vagen Vorstellungen soll es diesmal nach Norden gehen.
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Geburtstage und neue Mitglieder
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Herzliche Glückwünsche zum runden Geburtstag gehen in diesem Jahr an folgende Mitglieder:
30. Geburtstag:
Herr Hagen Jahn
40. Geburtstag:
Frau Elena Sawtschenko
Frau Susanne Schuster
Herr Thomas Rink-Stalder
50. Geburtstag:
Frau Uta Schönefeld
Frau Sylvia Kulisch
Frau Christine Pfeiffer
60. Geburtstag:
Frau Brigitte Schneider
Herr Dr. Ulrich Fach
70. Geburtstag:
Frau Dr. Mary Terey-Smith
Unsere neuen Mitglieder:
Herr Helmut Spott, Zerbst
Familie Dr. Wilke, Zerbst
Familie Dr. Behrendt, Zerbst
Frau Renate Schmeißel, Werder
Herr Dr. Nigel Springthorpe, Hertfordshire, Großbritannien
Herr Johannes Agustsson, Reykjavik, Island
Herr Dr. Klaus Uebe, Darmstadt
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