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Ein ereignisreiches Jahr 2000 |
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mit vielen neuen Musikerlebnissen sowie viel
Gesundheit, vielen zündenden Ideen, Glück und Muße
für die schönen Dinge des Lebens wünscht allen
Mitgliedern und Fasch-Freunden die Internationale
Fasch-Gesellschaft e.V.
Dr. Konstanze Musketa
Präsidentin
Karin Spott
Geschäftsführerin
Am Beginn des vielbeschworenen Jahres 2000, mit dem sich
das Millennium vollenden wird, möchten wir wieder
darüber informieren, was sich in der
"Fasch-Welt" ereignet hat. Und natürlich
werfen wir auch schon mal einen Blick voraus auf die
kommenden Ereignisse, denn selbst in einem
"faschfest-freien" Jahr wird es einige
Veranstaltungen geben, deren Besuch sich lohnen dürfte.
Wir danken allen, die uns bei der Vorbereitung und
Finanzierung dieser Vorhaben unterstützen.
Auf den folgenden Seiten berichten wir über
Fasch-Aufführungen in nah und fern, über zwei
wissenschaftliche Konferenzen zum Bach-Jahr, bei denen es
auch neue Erkenntisse zur Fasch-Forschung gab, und über
neue CD-Einspielungen mit Fasch-Werken.
Das Jahr 2000 ist für die Musikwelt nicht nur ein
Gedenkjahr für Johann Sebastian Bach, sondern auch für
den ein halbes Jahrhundert später gestorbenen Carl
Friedrich Christian Fasch (1736-1800), den Gründer der
Singakademie zu Berlin, dem der soeben erschienene
Fasch-Konferenzbericht
gewidmet ist.
Unsere Mitarbeiterin Susanne Schuster, die nun auch die
Newsletter-Redaktion übernommen hat, stellt sich und
ihre Tätigkeit vor, und ihre Amtsvorgängerin Dr.
Barbara Reul schildert ihre Fasch-Arbeit in Kanada als
Präsidentin unserer Tochtergesellschaft NAFS.
Wir wünschen Ihnen anregende Lektüre und hoffen, Sie
bei einer unserer nächsten Veranstaltungen begrüßen zu
können.
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Konzerte und Veranstaltungen im
Frühjahr / Sommer 2000 |
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ZERBST:
Samstag, 11. März, 16.30 Uhr, Kirche St. Trinitatis
Chorkonzert mit den Ausburger Domsing-knaben zum
Abschluss der 35. Zerbster Kulturfesttage. Es erklingen
Werke von J. Knöfel, J. F. Fasch, H. Schütz, J. Bach,
J. S. Bach u. a. Die Leitung hat Domkapellmeister
Reinhard Kammler (veranstaltet von der IFG).
Sonntag, 16. April, 16.00 Uhr, Kirche St. Trinitatis
Im Gedenkkonzert an die Zerstörung der Stadt Zerbst 1945
wird die Johannes-Passion von J. S. Bach BWV 245 mit dem
Universitätschor "Johann Friedrich Reichardt"
und dem Akademischen Orchester der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der
Gesamtleitung von Jens Lorenz aufgeführt.
Freitag, 5. Mai, 18.00 Uhr, Saal des Hotels "v.
Rephun's Garten"
Mitgliederversammlung der Internationalen
Fasch-Gesellschaft e.V. mit anschließendem geselligen
Abend.
HALLE:
Freitag, 7. Juli, 19.30 Uhr,
Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen
Traditionelles Schuljahresabschlusskonzert der Latina
"August Hermann Francke" in Halle. Hierbei wird
u. a. das Konzert C-Dur für Fagott, Streicher und B. c.
FWV L: C2 (ediert von Brian Clark) von J. F. Fasch zu
Gehör gebracht.
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Vorgestellt: Susanne Schuster,
Musikwissenschaftlerin bei der Internationalen
Fasch-Gesellschaft e. V. Zerbst |
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Seit dem 1. Oktober 1999 besetzt Susanne Schuster nach
dem Weggang Frau Dr. Reuls nach Kanada die vakante Stelle
als Musikwissenschaftlerin bei der Internationalen
Fasch-Gesellschaft.
Die Tochter des Hallenser Musikwissenschaftlers und
Händelforschers Prof. Dr. Bernd Baselt und einer
Musikerzieherin kam schon früh mit Musik in Berührung.
Nach erstem Klavierunterricht am
"Georg-Friedrich-Händel"-Konservatorium in
Halle, dem Abitur an der Spezialklasse für
Musikerziehung der EOS "Gerhart Hauptmann"
Wernigerode und dem 1990 abgeschlossenen Studium der
Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg sammelte sie erste praktische
Erfahrungen als Konzertdramaturgin am Theater der
Landeshauptstadt Magdeburg. Doch die Liebe zur
Musikwissenschaft war stärker. Anlässlich der 2.
Fasch-Festtage 1988 kam sie das erste Mal mit Johann
Friedrich Fasch in Berührung und verfolgt seitdem die
Bemühungen um die Wiederentdeckung des Anhalt-Zerbster
Hofkapellmeisters. 1997 erhielt sie dann von der
damaligen Geschäftsführerin der Internationalen
Fasch-Gesellschaft e. V., Frau Ellen Arndt, das Angebot,
das Fasch-Archiv in Zerbst mit aufzubauen. Neben der
Vorbereitung der 7. Fasch-Festtage 2001, der Organisation
von Konzerten und dem weiteren Ausbau des Fasch-Archivs
müssen viele Anfragen zum Leben und Werk Faschs, der
Gesellschaft, zu neuen Fasch-CDs, Literatur, Noten etc.
beantwortet werden. Darüber hinaus gibt es Verhandlungen
mit anderen musikausübenden Institutionen zwecks
Aufführungen von Werken von Johann Friedrich und seinem
Sohn Carl Friedrich Christian Fasch.
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Initiativen im Bereich des
kulturellen Fasch-Tourismus |
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Wie bereits im Newsletter 2/98 vorgestellt, bemüht
sich die IFG mit dem von ihr initiierten Fasch-Tourismus,
die Stadt Zerbst als Wirkungsstätte des
Hofkapellmeisters Johann Friedrich und seines Sohnes Carl
Friedrich Christian Fasch als musikalische Tourismusperle
auszubauen. So erhielten im Herbst/Winter-Quartal 1999
die Fasch-Geselligkeit mit "Tanz"-Musik von J.
F. Fasch und das traditionelle Weihnachtskonzert in der
Kirche St. Trinitatis unter der Gesamtleitung von Jens
Lorenz, u. a. mit der Aufführung der Ouvertürensuite
g-Moll FWV K: g7 (ediert von Stephan Blaut) regen
Zuspruch. Weiterhin bekommt die IFG zahlreiche Anfragen
von Musikwissenschaftlern und musikinteressierten
Personen und auch von Institutionen zum Leben und
Schaffen beider Faschs, zu Konzertterminen sowie
Anmeldungen zu den 7. Internationalen Fasch-Festtagen
2001. In Vorbereitung zur Präsentation von Werken beider
Komponisten sind die Mitgestaltung beim 4.
Fläming-Frühlingsfest am 30.04. 2000 in Leitzkau und
die Teilnahme der Internationalen Fasch-Gesellschaft e.
V. an der Internationalen Tourismusbörse in Berlin mit
Informationsmaterial, CDs und Literatur vorgesehen. Die
Kontaktaufnahme zu anderen kulturellen Vereinen zwecks
Vorbereitung und Durchführung musikalischer Führungen
zu den Wirkungsstätten von Johann Friedrich und Carl
Friedrich Christian Fasch wird weiter ausgebaut.
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Fasch in Argentinien und Bochum |
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Fasch in Argentinien
The English Consort unter der Leitung von Trevor Pinnock
wird am 8. Mai 2000 im Teatro Coliseo in Buenos Air ein
Konzert geben, in dem das Konzert für Violine, 2
Hörner, 2 Oboen, Fagott, Streicher und B. c. FWV L: F2
von Johann Friedrich Fasch erklingen wird. Solistin ist
Rachel Podger. Ediert hat das Werk der
Musikwissenschaftler Brian Clark.
Fasch in Bochum
Das Fasch-Collegium Bochum unter der Leitung von
Hans-Heinrich Kriegel spielte im vergangenen Jahr
mehrfach in Bochum und führte u. a. die Triosonaten
g-Moll FWV N: g2, d-Moll FWV N: d4 und F-Dur FWV N: F2
auf. Im Rahmen der Stadtteilkonzerte zusammen mit den
Bochumer Symphonikern erklangen das Concerto G-Dur FWV L:
G11 und die Sonate c-Moll FWV N: c1. Am 4. April 2000
wird das erweiterte Fasch-Collegium Bochum zusammen mit
dem Thomas-Consort Düsseldorf in einem Konzert die
Ouvertürensuite B-Dur FWV K: B5 und das Concerto c-Moll
FWV L: c2 spielen. Hans-Heinrich Kriegel hat außerdem
eine Reihe von aufführungspraktischen Einrichtungen
erstellt, die er dankenswerter Weise dem Fasch-Archiv zur
Verfügung gestellt hat und stellen wird. Vielen Dank!
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Neue Internet-Adresse!!! |
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Seit Dezember 1999 verfügt die IFG über eine neue
Internet-Adresse. Dank der Zusammenarbeit mit der Stadt
und dem Betreuer Dirk Herrmann können Sie demnächst
Neuigkeiten über die IFG unter folgender Adresse lesen:
http://www.fasch.net
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Zusammenarbeit mit dem
Anhaltischen Theater Dessau |
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Konzert im Schloss Georgium in Dessau
Das Programm des 2. Kammerkonzerts des Anhaltischen
Theaters Dessau präsentierte am 8. Januar 2000 im
Tischbeinsaal Werke Johann Sebastian Bachs und seiner
Zeitgenossen. Dass neben einer Triosonate aus Bachs
"Musikalischem Opfer", fünf Arien aus den
"Neun deutschen Arien" von Georg Friedrich
Händel und einer Sonate von Jan Dismas Zelenka auch ein
Werk des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann
Friedrich Fasch stand, ist auf die Initiative Susanne
Schusters und ihres Studienfreundes, des
Konzertdramaturgen Ronald Müller, zurückzuführen.
Beide suchten im vergangenen Herbst im Fasch-Archiv eine
passende Sonate des Meisters für dieses Konzert aus, die
Sonate C-Dur für Fagott und B. c. Fasch hatte als
Hofkapellmeister auch bei Festivitäten seiner Herrschaft
für die musikalische Umrahmung zu sorgen. Wie
eindrucksvoll ihm das gelang, bestätigte die Aufführung
der anspruchsvollen Solosonate durch Steffen Siebert
(Fagott), begleitet von Susanne Dudiez (Violine), Bernd
Schliephacke (Kontrabass) und Albrecht Hartmann
(Cembalo). Mit welcher Lebendigkeit die Musiker dieses
kleine Werk interpretierten! Virtuose Passagen, in denen
der Fagottist kaum zum Luftholen kam, wechselten mit
interessanten Klangkonstellationen in der Verbindung von
Fagott und Kontrabass als Continuo-Instrument ab. Das
Publikum, das sich durch diese Fasch-Sonate sichtlich
unterhalten fühlte, applaudierte begeistert.
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Berichte vom Kolloquium in
Erfurt und der Bach-Konferenz in Leipzig |
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Internationales musikwissenschaftliches
Kolloquium über "Bach und seine mitteldeutschen
Zeitgenossen"
Die Ständige Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik in
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V. lud für den
13. bis 16. Januar 2000 zu einem Internationalen
musikwissenschaftlichen Kolloquium über "Bach und
seine mitteldeutschen Zeitgenossen" nach Erfurt und
Arnstadt ein, um die Reihe der Ehrungen für Johann
Sebastian Bach im Jahr seines 250. Todestages zu
eröffnen. Bei dieser Konferenz waren neben vielen
gehaltvollen Beiträgen zu Johann Sebastian Bach und
seinem Umkreis auch drei Referate Johann Friedrich Fasch
und Zerbst gewidmet. Neben einer allgemeinen
vergleichenden Gegenüberstellung von Bach und Fasch
(sowohl J. S. Bach und J. F. Fasch, als auch Carl Philipp
Emanuel Bach und Carl Friedrich Christian Fasch) durch
Konstanze Musketa, Halle, beschäftigte sich das Referat
von Barbara Reul, Victoria/Kanada, mit den
Geburtstagsmusiken für den Zerbster Hof zur Amtszeit J.
F. Faschs (1722-1758), während Peter Wollny, Leipzig,
über zwei Kantaten von J. S. Bach referierte, die
möglicherweise zu dieser Zeit in Zerbst aufgeführt
worden sind.
Wissenschaftliche Konferenz "Bach in
Leipzig - Bach und Leipzig"
Alles was Rang und Namen hatte, strömte vom 27. bis
29.01.2000 nach Leipzig zur wissenschaftlichen
Bach-Konferenz. Der erste Tag war der Biographie und der
Rezeption Johann Sebastian Bachs gewidmet, der zweite Tag
brachte neue Erkenntnisse zu seinen Vokal- und
Instrumentalwerken. Anlass zu regen Diskussionen gab die
abschließende Podiumsdiskussion am Samstag zu aktuellen
Fragen der Bach-Aufführungspraxis. Für alle Anwesenden
war jedoch der zweite Teil der Diskussion hoch
interessant, berichteten doch Christoph Wolff,
Hans-Joachim Schulze, Peter Wollny und Ulrich Leisinger
über die jüngst in Kiew/Ukraine aufgefundene
Handschriftensammlung der Singakademie zu Berlin. Neben
Manuskripten der drei berühmtesten Bachs enthält die
Sammlung eine Reihe von Abschriften von ihren
Zeitgenossen, u. a. auch von J. F. Fasch. Um was für
Werke es sich konkret handelt, konnte noch nicht
ermittelt werden, da die Zeit der Sichtung zu kurz war.
Die über 1 Million Seiten sollen noch dieses Jahr
verfilmt und später zu-gänglich gemacht werden. So
lange gilt es zu warten.
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Ahnenforschung des Riestedter
Geschichtsvereins zu einem Vorfahren von Johann Friedrich
Fasch |
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Der Geschichtsverein des kleinen Städtchens Riestedt
am Südrand des Harzes ließ anfragen, ob es sich bei dem
Pfarrer Martin Fasch, der 1536 in Weida geboren und 1602
in Riestedt gestorben ist, um einen Vorfahren des
Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch
handeln könnte. Martin Fasch war tatsächlich, wie aus
der von Rudolf Faasch zusammengestellten Genealogie der
Stammfolge Faschs zu erlesen ist, der Ururgroßvater
unseres Johann Friedrich Fasch. Zudem hat es noch einen
Johann Friedrich Fasch gegeben, ein Enkel Martin Faschs,
der ab 1624 als Kantor in Barby gewirkt haben soll.
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Der neue Konferenzbericht ist
da! |
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Carl Friedrich Christian Fasch (1736-1800) und
das Berliner Musikleben seiner Zeit: Bericht über die
internationale wissenschaftliche Konferenz am 16. und 17.
April 1999 im Rahmen der 6. Internationalen
Fasch-Festtage in Zerbst / hrsg. von der
Internationalen Fasch-Gesellschaft e. V., Zerbst [Red.
Konstanze Musketa unter Mitarbeit von Susanne Oschmann
...]. - Dessau: Anhaltische Verl.-Ges., 1999
(Fasch-Studien ; Bd. 7) ISBN 3-910192-77-7. DM 49,-
Dieser Band enthält sechzehn Bei-träge von
Musikwissenschaftlern aus Deutschland, Großbritannien,
den USA und Kanada zum Konferenzthema. Während der erste
Teil der Beiträge sich hauptsächlich dem frühen
Schaffen Carl Friedrich Christian Faschs widmet,
beleuchtet der zweite Teil sein Wirken im Kontext des
Berliner Musiklebens in der zweiten Hälfte des 18.
Jahr-hunderts, insbesondere seine Verdienste um die
Entwicklung einer bürgerlichen Musikkultur, an der er
hauptsächlich durch die Gründung der Singakademie
wesentlichen Anteil hatte. Sinnvoll ergänzt werden die
Abhandlungen durch das sich im Anhang befindende
Literaturverzeichnis, ein Register sowie eine Zeittafel
zur Biographie und eine kommentierte Bibliographie zum
Schrifttum über Carl Friedrich Christian Fasch.
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Nordamerikanische
Fasch-Gesellschaft |
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Liebe Fasch-Freunde weltweit,
ich habe mich in meiner "Heimat", der schönen
Hauptstadt der Provinz Britisch-Kolumbien, Victoria,
B.C., gut eingelebt und bin seit August 1999 als
Präsidentin der Nordamerikanischen Fasch-Gesell-schaft
(NASF) in Sachen Fasch aktiv. Vizepräsidentin ist Frau
Leonore Lanius, West Vancouver, B.C., und unsere neue
Schriftführerin heißt Frau Prof. Dr. Mary Térey-Smith,
Western Washington University, USA. Außerdem verstärken
der Fasch-Preisträger Brian Clark, GB, der Spezialist
für Anhalt-Zerbster Passionsmusiken Dr. Nigel
Springthorp, GB, und Prof. Dr. Erich Schwandt, Ordinarius
für Musikwissenschaft an der Universität von Victoria,
Kanada, das Präsidium. Ende August 1999 setzte ich mich
mit dem CBC 2, einem überregionalen, der klassischen
Musik gewidmeten Rundfunksender in Verbindung. Am 6.
August hatte die bekannte kanadische Radiomo-deratorin
Danielle Charbonneaux einen Teil ihres in Montreal
produzierten Radio-Programms "Music for a
While" Johann Friedrich Fasch gewidmet. In meinem
Schreiben an Frau Charbonneaux berichtete ich über meine
"Zerbster Zeit" bei der IFG und machte sie auf
die Ende 1998 erschienene, in Kanada nicht erhältliche
Fasch- und Telemann-CD des Universitätschores der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des
Johann-Friedrich-Fasch-Ensembles sowie die beiden seit
letztem Jahr vorliegenden Fasch-Flyer der IFG (in
englischer Übersetzung) aufmerksam. Ende November 1999
klingelte dann das Telefon und es meldete sich - Danielle
Charbonneaux! Sie bekundete ihr großes Interesse an
Johann Friedrich Fasch und seinen Werken, den Vorhaben
und Aktivitäten der IFG und der NAFS. Am Ende unseres
Gespräches versprach Frau Charbonneaux, ein für den
25.12.1998 zusammengestelltes Programm nochmals am 25.12.
1999 zu senden, in dessen Rahmen auch eine
Ouvertürensuite von Fasch erklang. Im Jahr 2000 dürfen
wir auf eine neue J. F. Fasch gewidmete Sendung hoffen,
in der nicht nur Ausschnitte aus der CD gespielt, sondern
auch das in den Fasch-Flyern enthaltene neue
biographische Material sowie relevante e-Mail- und
Internet-Adressen der IFG und NAFS an die Hörer
weitergegeben werden soll. Man darf gespannt sein.
Mit freundlichen Grüßen Ihre Dr. Barbara Reul
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Wussten Sie schon ..., |
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dass eine Fasch-CD mit drei noch unbekannten
Ouvertüren-Suiten J. F. Faschs von der Capella Savaria
unter der Leitung von Pál Németh auf historischen
Instrumenten bei der italienischen Plattenfirma DYNAMIC
(CDS 233) erschienen ist? Der Begleittext stammt von
unserem Mitglied und Fasch-Forscher Stephan Blaut.
dass eine Fasch-CD von cpo mit einer Sinfonie in d-Moll
(eingerichtet von Uta Wald) und zwei Kantaten von J. F.
Fasch, die Klaus Mertens, Deborah York und die Accademia
Daniel unter Shalev Ad-El im Februar 1999 im Zerbster
Fasch-Saal einspielten, erschienen ist?
dass Sie Überblickslisten über bisher herausgegebene
Editionen, aufführungspraktische Einrichtungen, über
CDs, Primär- und Sekundärliteratur gegen eine geringe
Gebühr von der IFG anfordern können?
dass wir Dank e-Mail- und Internet-Adresse viele
interessante Anfragen und auch Konzertangebote zu Werken
von Johann Friedrich und Carl Friedrich Christian Fasch
bekommen?
dass der MDR Kultur am 22.01. 2000 in seiner Reihe
"Pasticcio", im Gespräch mit Konstanze
Musketa, eine einstündige Sendung über J. F. und C. F.
Ch. Fasch ausgestrahlt hat?
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