INTERNATIONALE FASCH-GESELLSCHAFT E.V.


     
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  J a h r g a n g   4 ,   N r .   2   ( O k t o b e r   2 0 0 0 )  
 
I n   d i e s e r   A u s g a b e  
 

Carl Friedrich Christian Fasch zum 200. Todestag (1736-1800)
Konzertveranstaltungen Herbst/Winter 2000
Bach und seine Zeitgenossen –
      Robert King und das Barockorchester "The King`s Consort"
Fasch in Luckau, Zerbst, Gelsenkirchen und Bochum
In eigener Sache
Vorschau auf das Programm der 7. Fasch-Festtage 2001
Rezension einer neuen CD
Initiativen im Bereich des kulturellen Fasch-Tourismus
"Wussten Sie schon, dass ..."

  Carl Friedrich Christian Fasch (1736–1800) zum 200. Todestag  
 

In einem Jahr wie diesem, in dem die Musikwelt fast ausschließlich auf Johann Sebastian Bach und seinen 250. Todestag zu blicken scheint, haben es andere Jubilare schwer, die ihnen gebührende Beachtung zu finden. Uns ist es ein Anliegen, hier noch einmal auf den seinerzeit berühmten und hoch geehrten Zerbster Sohn Carl Friedrich Christian Fasch (1736-1800) aufmerksam zu machen, der vor 200 Jahren in Berlin starb. Carl Fasch hat sich als Cembalist am königlich-preußischen Hof Friedrich II. und als Komponist, mehr aber noch als Initiator einer ganz neuen Form des öffentlichen Musiklebens, als Schöpfer der Singakademie zu Berlin, bleibende Verdienste erworben. Darin liegt rückblickend wohl seine eigentliche musik-historische Leistung. Diese Institution, der erste gemischte Laienchor in Deutschland, wurde schon bald Vorbild für die Gründung anderer Singakademien und beeinflusste im 19. Jahrhundert maßgeblich die Entwicklung des bürgerlichen Chorwesens. Seine Zeitgenossen erlebten Carl Fasch als einen freundlichen Menschen, der unter seinen zahlreichen Schülern überaus beliebt war, und kein Geringerer als Ludwig van Beethoven rechnete es sich zur Ehre an, ihn persönlich aufzusuchen. Allseits genoss Carl Fasch hohes Ansehen, und doch erleben wir den "edlen Meister" von Zeit zu Zeit als menschenscheu und zurückgezogen. Allzu selbstkritisch, lässt er zahlreiche Kompositionen verbrennen, so dass eine reelle Einschätzung seiner kompositorischen Leistungen heute nicht mehr möglich ist. Immerhin blieb sein Hauptwerk, eine sechzehnstimmige Messe, unangetastet, ein wahres Kunstwerk, das Fasch als Liebhaber exzentrischer Hobbys wohl mit der gleichen Liebe und Akribie "zusammengebastelt" hat, die ihn ebenso gut auch wochenlang mit dem Bau von riesigen Kartenhäusern fesseln konnte; eine Messe ohne liturgische Bindung, ein polyphones Werk im Stil des 17. Jahrhunderts, also völlig zweck– und zeitlos, aber vielleicht gerade deshalb unsterblich. Sie ist – wie auch manches der übrigen großen Chorwerke Carl Faschs (Kantaten, Motetten, ein Requiem) - eine Herausforderung für jeden Chor. Daneben sind von Carl Fasch auch Lieder und verschiedene Klavierwerke überliefert, von denen in einem Konzert zu seinem Geburtstag am 18. November eine Auswahl zu hören sein wird. Wir möchten dazu sehr herzlich einladen. Über weitere Veranstaltungen in diesem Herbst und Winter in nah und fern erfahren Sie kurz alles Wesentliche (S. 1/2), und wir erlauben uns schon jetzt, Ihnen einen ausführlichen Überblick über die kommenden Fasch-Festtage zu geben (S. 3/4), die wieder sehr attraktive Konzerte und andere reizvolle Höhepunkte für Sie bereithalten werden. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen eine neue CD vorstellen (S. 5) und über unsere Aktivitäten in Sachen "Fasch-Tourismus" berichten (S. 6). Gern sind wir jederzeit für weitere Anregungen dankbar, wie wir unseren Newsletter für Sie noch interessanter gestalten können.

Konstanze Musketa, Präsidentin

 
  Konzertveranstaltungen im Herbst/Winter 2000  
 

ZERBST:
Sonnabend, 18. November, 16.30 Uhr, Aula des Francisceums Zerbst
Konzert zum Geburtstag von Carl Friedrich Christian Fasch (1736-1800) mit Juliane Claus (Sopran), Albrecht Hartmann (Hammerklavier) und Susanne Schuster (Moderation).
Auf dem Programm stehen Lieder und Sonaten von Carl Friedrich Christian Fasch, Daniel Gottlob Türk, Friedrich Wilhelm Rust und Johann Friedrich Reichardt. Das Konzert wird von der Stadt Zerbst und dem Landkreis Anhalt-Zerbst gefördert.

Dienstag, 5. Dezember, 20.00 Uhr, St. Trinitatis-Kirche, Zerbst
Gedenkkonzert zum Todestag des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch (1688-1758) mit dem Universitätschor "Johann Friedrich Reichardt" und dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Jens Lorenz. Neben weihnachtlichen Werken französischer Meister erklingt auch eine Sonate Johann Friedrich Faschs. Das Konzert wird von der Stadt Zerbst und anderen Sponsoren gefördert.

 
  Kleines Interview mit Robert King über das Barockorchester "The King`s Consort"  
 

Das britische Barockorchester "The King`s Consort" gibt zur Zeit einen sehr interessanten Überblick über deutsche Musik zur Zeit Bachs mit Konzerten und Aufnahmen für die englische Plattenfirma Hyperion. Schon auf CD erschienen und vielerorts gelobt wurden die Aufnahmen der Musik von Johann Kuhnau, dem Amtsvorgänger Johann Sebastian Bachs an der Thomasschule und Lehrer von Johann Friedrich Fasch u. a. Auch die kürzlich erschienene CD mit Werken von Sebastian Knüpfers, der von 1667 bis 1676 als Thomaskantor in Leipzig wirkte, bietet eine Fülle interessanter geistlicher Kompositionen. Der künstlerische Leiter des "King`s Consort", Robert King, wird oft gefragt, warum eines der führenden britischen Ensembles sich so intensiv mit der Musik vor Bach auseinandersetzt. "Alle halten Bach für den größten Komponisten des Barock. Aber wenn man Bach wirklich verstehen will, muss man schauen, wo er herkam – mit welchen Musiktraditionen er aufwuchs. Um das zu tun, muss man die Komponisten vor ihm betrachten. Also tat ich das."
"The King's Consort" hat auch Werke von Zeitgenossen Bachs in Konzerten in vielen Ländern der Welt aufgeführt. Erst kürzlich gab das Ensemble in London eine Reihe von Konzerten, die die Musik von fünfzehn Zeitgenossen und unmittelbaren Vorfahren Bachs präsentierten. Jedes dieser Konzerte war ausverkauft und sehr gut rezensiert. In einem Konzert im Dezember 1999 in Moskau, das im Rahmen des "Winter-Nights-Festivals" stattfand, erklang auch eine Ouvertürensuite von Johann Friedrich Fasch: wohl das erste Mal seit Jahrhunderten, dass diese Musik in dieser Stadt aufgeführt wurde.
Robert King wird die Musik des Anhalt Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch auch über den Atlantik bringen und sie einem führenden Orchester in den USA, dem "Atlanta Symphony Orchestra", vorstellen. "Ich finde ein wachsendes Interesse an dieser Art von Musik vor", sagt er, "und es ist sehr erfreulich zu sehen, dass so viel von diesem Repertoire in unseren Konzerten und der Aufnahmeplanung vorherrschen wird."


 
  Fasch in ...  
 

Fasch in Luckau
Das Hallenser Barockensemble "Johann Friedrich Fasch" war unter der Leitung von Matthias Erben am 17. September 2000 bei der Landesgartenschau in Luckau zu Gast. Neben Werken von Heinrich Schütz, Johann Pachelbel u. a. erklang auch die Sinfonie g-Moll FWV M:g1 von Johann Friedrich Fasch.

Fasch in Zerbst
Der Zerbster Kantor Tobias Eger spielte zusammen mit seinen Musikern am 17. Juni 2000 zur Jahreshauptversammlung des Vereins für Anhaltische Landeskunde im Saal "von Rephuns Garten". Es erklangen u. a. die Triosonate G-Dur für Flöte, Violine und B. c. FWV N:G2 und die Triosonate c-Moll für zwei Violinen und B. c. FWV N:c2 von Johann Friedrich Fasch.

Fasch in Gelsenkirchen und Bochum
Am 30. September 2000 fand im Gelsenkirchener Schloss Horst das Abschlusskonzert der Caterva Musica Herbst-Akademie statt. Unter anderem kam das von Hans-Heinrich Kriegel eingerichtete Konzert B-Dur für Violine conc., 2 Oboen, Fagott, Streicher und B. c. FWV L:B2 von Fasch zur Aufführung. Im Rahmen der Bochumer Kammerkonzerte werden Mitglieder des Fasch-Collegiums Bochum am 29. Oktober 2000 ein Konzert geben, in dem Werke von Zeitgenossen Faschs sowie die Sonate B-Dur für 2 Oboen, Fagott und B. c. FWV N:B2 des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters, ebenfalls eingerichtet von Hans-Heinrich Kriegel, erklingen werden.


 
  In eigener Sache  
 

Dank der Förderungen durch die Stadt Zerbst und den Landkreis Anhalt-Zerbst sowie weiterer Sponsoren konnten der Musikwissenschaftler Stephan Blaut eine Ouvertürensuite und die Musikwissenschaftlerin Uta Wald eine Kantate von Johann Friedrich Fasch aufführungspraktisch einrichten. Diese beiden Werke werden zu den 7. Internationalen Fasch-Festtagen vom 19. bis 29. April 2001 in Zerbst erstaufgeführt.


 
  Programm der 7. Internationalen Fasch-Festtage vom 19. bis 29. April 2001 in Zerbst  
 

7. Internationale Fasch-Festtage


 
  Rezension einer neuen CD  
 

Johann Friedrich Fasch, Orchestral Suites (Ouvertürensuiten), Capella Savaria,
Ltg. Pál Németh, DYNAMIC CDS 233, 1999, Ersteinspielung


MUSIKALISCHE PLAISANTERIEN MIT UNGARISCH-ITALIENISCHEM GESCHMACK

Diese vor kurzem erschienene CD mit unbekannten Ouvertürensuiten des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters belegt das immer größer werdende Interesse internationaler Alte-Musik-Ensembles – in diesem Falle der ungarischen Capella Savaria – an den (fast) vergessenen Werken Johann Friedrich Faschs. Die Einspielung lässt sich in eine Reihe von CDs mit Faschschen Instrumentalwerken einordnen, die in den letzten Jahren kontinuierlich von internationalen Alte-Musik-Ensembles vorgelegt wurden (s. z. B. The English Concert, Ltg. Trevor Pinnock, Deutsche Grammophon 449 210-2, 1996, bzw. Accademia Daniel, Ltg. Shalev Ad-El, cpo 999 674-2, 1999). Die Internationale Fasch-Gesellschaft e. V. unterstützte das ungarisch-italienische Vorhaben auf Bitten des Fagottisten Paolo Tognon.
Wie man in Stephan Blauts fundiert-informativem Einführungstext nachlesen kann, wirkte Fasch von 1722 bis 1758 als Hofkapellmeister von Anhalt-Zerbst, unterhielt freundschaftliche Beziehungen zum Darmstädter Hofkapellmeister Christoph Graupner bzw. zu dem Konzertmeister des Dresdner Hoforchesters Johann Pisendel und belieferte diese regelmäßig mit eigenen Werken. Zu seinen Lebzeiten wurde Fasch insbesondere hinsichtlich seines Einflusses auf die stilistische Entwicklung der Ouvertürensuite mit französischem Bläsertrio (zwei Oboen, ein Fagott) geschätzt. Die drei von Demetrio Francesci neu eingerichteten, repräsentativen Suiten Faschs aus dem Bestand der Hessischen Landes– und Hochschulbibliothek Darmstadt lassen die am Zerbster Hof in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Rahmen fürstlicher Abendessen und abendlicher Konzerte von der "Hochfürstlichen Capelle" und häufig unter Mitwirkung auswärtiger Virtuosen aufgeführten musikalischen Werke wieder lebendig werden. Außerdem geben sie einen hervorragenden Einblick in das im frühen 18. Jahrhundert an einer mitteldeutschen Residenz vorherrschende musikalischkulturelle Angebot, denn dem Hörer werden stilistisch ausgereifte Werke aus Faschs mittlerer bis später Schaffensperiode, also nach ca. 1730, vorgestellt.
Die in ihrem musikalischen Anspruch von Ensembles oft unterschätzten Werke Faschs so zu interpretieren, dass der Hörer sich in die mitteldeutsche Aufführungspraxis der 1730er bis 1750er Jahre zurückversetzt fühlt, ist leichter gesagt, als getan. Zwar sind die 18 Mitglieder der auf historischen Instrumenten musizierenden Capella Savaria sich ihrer Aufgabe – der musikalischen Umsetzung des häufig sehr individuellen Schreibstils von J. F. Fasch – vollkommen bewusst und zum Großteil auch gewachsen. Allerdings hat die Capella Savaria mitunter Schwierigkeiten, die harmonisch und rhythmisch stark differenzierten Motive und Faschschen Wendungen musikalisch kurzweilig zu gestalten. Sich mit einem mal melancholisch, mal heiter aufgelegten Fasch in langsamen Eröffnungs - bzw. lebendigen Tanzsätzen musikalisch auseinanderzusetzen, der mittels Aneinanderreihung von lyrisch bis feurig gestalteten Motiven seine innersten Gefühle im wahrsten Sinne kompositorisch verarbeitet, verlangt eine stilsichere, ausdrucksstarke Interpretation und hervorragende Intonation. Dies gelingt dem Ensemble z. B. in den mit "Air" oder "Aria" überschriebenen Sätzen – besonders zu empfehlen ist hier der 2. Satz der D-Dur-Ouvertüre mit zauberhaften pizzicato-Motiven.
In den insgesamt 22 auf dieser CD eingespielten Tanzsätzen kann sich der Hörer an einer Fülle musikalisch lebendiger Einfälle J. F. Faschs erfreuen. Alle drei Suiten sind aufführungspraktisch als gelungen anzusehen, denn man gewinnt einen umfassenden Einblick in die "Welt der Ouvertürensuite" gemäß dem kompositorischen Ideenreichtum von Fasch.
Eine noch differenziertere Dynamik im Allgemeinen und schnellere Tempi im Besonderen – vor allem für die Schlussmenuette – hätten diesen wertvollen Kompositionen aus der Werkstatt des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters zusätzliche Lebendigkeit verliehen. Vor allem der Schlusssatz der a-Moll-Suite, ein Menuett, der "vornehmste Tanz unter den Hoftänzen" (siehe Stephan Blauts Begleittext) büßt einen Großteil seiner "Vornehmheit" aufgrund der sich bei den Musikern eindeutig einschleichenden "Ouvertüren-Müdigkeit" ein.
Einige Bemerkungen zum Booklet sind an dieser Stelle angebracht, in dem man nicht nur Angaben zu Einspieldatum, Einspielort, technischer Betreuung und Cover-Bild vermisst, sondern auch vergeblich Informationen zu den einzelnen Instrumentalbesetzungen der Suiten und der zu hörenden Solisten sucht. Die wenig sorgsame Übersetzung des von Stephan Blaut verfassten Einlegetexts bzw. der Kurzinformation zur IFG löst Kopfschütteln aus, und nur einige Beispiele sollen dies verdeutlichen. Die IFG hat man zu einer "Association" befördert ("Society" ist vorzuziehen), anstelle von "a minor" (a-Moll) liest man "A flat" (As-Moll? As-Dur?), aus "Fasch-Festtagen" werden "Fasch Commemorative Days" anstelle des gängigen "Fasch-Festivals" und so weiter.
Der Capella Savaria – die sich nach der Einspielung der CD bzw. dem Weggang von Pál Németh übrigens neu formierte und einen Konzertvorschlag für die 7. Internationalen Fasch-Festtage eingereicht hat – sei für ihr Interesse an drei unbekannten Ouvertürensuiten von Fasch herzlich gedankt. Das Ensemble erfüllt mit dieser Einspielung das Verlangen des Hörers nach einer, so Stephan Blaut, "unterhaltsamen und doch geistreichen Musik", die manchen Liebhaber spätbarocker Musik an Faschs Idol G. Ph. Telemann und seinen Lieblingskomponisten A. Vivaldi erinnern wird.

Dr. Barbara Reul

 
  Informationen zum kulturellen Fasch-Tourismus (gefördert durch das Arbeitsamt Dessau)  
 

Im vergangenen Halbjahr hat sich einiges getan in Sachen Fasch-Tourismus. Die neue Homepage der IFG wurde im August ins Netz gestellt mit mehr Informationen zum Leben und Schaffen der beiden Komponisten Fasch, speziell zu Editionen, CD-Aufnahmen, Bibliographie und Publikationen. Auch der vereinseigene Newsletter "Faschiana" ist nun zweisprachig über das Fasch-Web-Archiv abrufbar.

Einer der Höhepunkte im Frühjahr 2000 bildete das von der IFG organisierte Abschlusskonzert zu den 35. Kulturfesttagen der Stadt Zerbst am 11. März mit den Augsburger Domsingknaben in der St. Trinitaiskirche Zerbst. In ihrem Programm erklang erstmals Johann Friedrich Faschs Motette "Beschließet einen Rat" FWV E:B1. Das Publikum war sehr begeistert, und dank der intensiven Vorbereitung und Werbung zum Konzert war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt.

Durch Vermittlung der Sachgebietsleiterin für Tourismus des Landkreises Anhalt-Zerbst, Frau Johanna Lüdecke, konnte die IFG an der Internationalen Tourismusbörse in Berlin am 13. März 2000 den Ausstellungstand des Fremdenverkehrsbüros Anhalt-Wittenberg e. V. für eine Präsentation zum Leben und Werk Johann Friedrich und Carl Friedrich Christian Faschs nutzen und für den Fasch-Tourismus, speziell für die kommenden 7. Internationalen Fasch-Festtage 2001 hier in Zerbst werben. In Gesprächen mit 17 inländischen und 3 ausländischen Fremdenverkehrsbüros, Stadtinformationen und Konzertdirektionen konnten vielversprechende Kontakte hinsichtlich des Tagestourismus geknüpft werden.

Zum 4. Flämig-Frühlingsfest am 30. April 2000 in Leitzkau präsentierte sich die IFG in der Person von Carl Friedrich Christian Fasch, dargestellt von Susanne Schuster im historischen Kostüm. Zusammen mit der Geschäftsführerin Karin Spott wurden in einem "historischen Interview" Fragen und Antworten zum Leben und Schaffen der Komponisten Fasch, den Aufgaben und Zielen der IFG und zu den kommenden 7. Internationalen Fasch-Festtagen vom 19. bis 29. April 2001 in Zerbst gegeben. Dem Interview vorausgegangen war eine Aufführung zur Geschichte der "Amalie von Münchhausen" der Kindertheatergruppe der Grundschule Leitzkau, die zu der Musik von Johann Friedrich Fasch tanzte.

Am 24. Juni 2000 besuchte der Förderkreis der Bach-Gedenkstätte des Schlosses Köthen die alte Residenzstadt Zerbst und wurde vom Direktor des Museums der Stadt Zerbst, Herrn Friedrich, sowie einem Mitglied der IFG durch die musikalischen Spielstätten des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Fasch geführt. Ein Gegenbesuch der Mitglieder der IFG ist derzeit im Gespräch und wird nächstes Jahr auch in die Tat umgesetzt.

Noch am selben Abend gastierte in Zerbst der mdr anlässlich der Eröffnung seiner jährlichen Sommertour durch das Sendegebiet. In einer Live-Sendung vor über 3000 Zerbstern auf dem Marktplatz kam neben dem Kulturamtsleiter Andreas Dittmann und verschiedenen Vereinen auch die IFG zu Wort, stellvertretend durch Carl Friedrich Christian Fasch, alias Susanne Schuster, die einiges über das Schaffen des Musikers und seines berühmten Vaters und zur IFG erzählte.


 
  Wussten Sie schon ...,  
 

dass der Programmflyer zu den 7. Fasch-Festtagen 2001 von der Geschäftsstelle der Internationalen Fasch-Gesellschaft e. V. abgefordert werden kann?

dass Sie auf der neuen Homepage der IFG mit der Adresse:
http://www.fasch.net jetzt auch einen Überblick über sämtliche auf Platten und CD eingespielten Werke Johann Friedrich Faschs finden können?

dass 1752 Johann Friedrich Faschs "seelige Frauen Schwester" den Rektor und Subdiakon Andreas Christian Friedrich Körner aus Coswig geheiratet hat? Es handelt sich tatsächlich um Faschs Schwägerin Eleonore Simmers, Tochter des Archidiakons Karl Friedrich Simmers aus Großkmehlen. Sie könnte im gleichen Alter wie Faschs Tochter Friedericka gewesen sein.

dass das Finanzamt Dessau die Gemeinnützigkeit der IFG weiterhin bestätigt hat?

dass die IFG sich über jede finanzielle Spende, Buchspenden, Noten, CDs und anderes freuen würde?


 
 
IMPRESSUM


Herausgeber: Internationale Fasch-Gesellschaft e. V., Geschäftsstelle Wiekhaus– Breitestein, PSF 11 13, 39251 Zerbst
Tel./Fax 03923/784772 o. 610121
Textbeiträge: Dr. K. Musketa, R. King, S. Schuster, Dr. B. Reul
Redaktion u. Layout: S. Schuster

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