INTERNATIONALE FASCH-GESELLSCHAFT E.V.

     
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  J a h r g a n g   5 ,   N r .   1   ( S e p t e m b e r   2 0 0 1 )  
 
I n   d i e s e r   A u s g a b e  
 
Rückblick und Ausblick
Konzerttermine in der Saison 2001/2002
Rückblick auf die 7. Internationalen Fasch-Festtage 2001 –
      LUDWIG GÜTTLER - Fasch-Preisträger 2001
Internationale Wissenschaftliche Konferenz anläßlich der
      7. Internationalen Fasch-Festtage 2001
Vorschau auf die 8. Internationalen Fasch-Festtage 2003
Aus den Verlagen
Rezension des Konferenzberichtes 1999
Neue Editionen von Werken Faschs
Fasch in der Schweiz
"Wussten Sie schon, dass ..."


  Rückblick und Ausblick  
 
Liebe Fasch-Freunde aus nah und fern,
auch in unserer neuen Ausgabe des Newsletters präsentieren wir Ihnen wieder Informationen und Neuigkeiten rund um J. F. und C. F. Ch. Fasch.
Erneut dürfen wir auf Fasch-Festtage zurückblicken, diesmal die siebenten, und wir tun das mit einem gewissen Stolz. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand in diesem Jahr "Das Wirken des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch für auswärtige Hofkapellen". Die Konzerte waren ausnahmslos von hoher künstlerischer Qualität sowie ausgewogenen Programmen geprägt, was sich auch in der großen Kartennachfrage im Vorfeld widerspiegelte. Bis auf das Konzert in Köthen waren alle Konzerte ausverkauft - eine schöne Bilanz, die natürlich für die kommenden Fasch-Festtage Maßstäbe setzt. Schon jetzt liegen dem Fasch-Kuratorium, das Anfang nächsten Jahres tagen wird, zahlreiche Bewerbungen von Ensembles aus Deutschland, Italien, Frankreich, Ungarn, Israel und der Schweiz vor. Auch die zweitägige wissenschaftliche Konferenz brachte viel Neues und Interessantes ans Licht, was Sie, liebe Mitglieder und Interessierte, in dem Ende des Jahres erscheinenden Konferenzbericht nachlesen können.
An dieser Stelle sei allen Beteiligten für ihr Engagement gedankt - neben den vielen Helfern aus den eigenen Reihen ganz besonders der Stadt Zerbst als Träger und Mitveranstalter, ebenso dem Land Sachsen-Anhalt und den vielen Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Festtage erst ermöglicht haben.
Über die Highlights zu den 7. Internationalen Fasch-Festtagen und den Fasch-Preisträger 2001 Ludwig Güttler sowie zum Inhalt der wissenschaftlichen Konferenz wird auf den nächsten Seiten berichtet. Eine kurze Vorausschau informiert Sie über die Daten und das Thema der 8. Internationalen Fasch-Festtage 2003.
Sollten Sie den Konferenzbericht von 1999 zum Thema "Carl Friedrich Christian Fasch (1736-1800) und das Berliner Musikleben seiner Zeit" noch nicht in den Händen gehabt haben, empfehlen wir Ihnen die Rezension von Wolfgang Hirschmann, erschienen im Musikmagazin "Concerto", Heft 164, Juni 2001.
Des Weiteren möchten wir Sie auf das Gedenkkonzert am 05.12.2001, das Abschlusskonzert zu den 37. Kulturfesttagen in Zerbst am 17.03.2001 und die nächste Mitgliederversammlung mit anschließender Fasch-Geselligkeit am 23.03.2002 aufmerksam machen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und viel Spaß bei den Konzertabenden!

Ihre IFG

 
 
  Konzerttermine in der Saison 2001/2002  
 
ZERBST:
Mittwoch, 05.12.2001, 20.00 Uhr, Kirche St. Bartholomäi, Zerbst
Gedenkkonzert zu Ehren des 243. Todestages des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch (1688-1758) mit dem Kammerchor des Universitätschores "Johann Friedrich Reichardt und dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Gesamtleitung von Jens Lorenz. Neben der Erstaufführung der Kantate "Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis" (1. Weihnachtstag) von J. F. Fasch, eingerichtet von Dr. Konstanze Musketa, werden eine Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach und weihnachtliche A-cappella-Musik erklingen.
Das Konzert wird vom Landkreis Anhalt-Zerbst und der Stadt Zerbst gefördert und von Sponsoren der Region unterstützt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

Sonntag, 17.03.2002, 16.30 Uhr, Fasch-Saal, Stadthalle Zerbst
Abschlusskonzert zu den 37. Kulturfesttagen der Stadt Zerbst mit einem Klavierabend zum 175. Todesjahr von L. van Beethoven mit dem Pianisten Prof. Christian Elsas.

HALLE:
Sonntag, 10.02.2002, 16.00 Uhr, Freylinghausensaal, Franckesche Stiftungen in Halle
In der Konzertreihe "Barock am Nachmittag, wird das Philharmonische Staatsorchester Halle unter der Leitung des israelischen Dirigenten Shalev Ad-El ein Konzert mit Werken von Johann Friedrich Fasch geben.

 
 
  Rückblick 7. Internationale Fasch-Festtage 2001 - LUDWIG GÜTTLER - Fasch-Preisträger 2001  
 
Die Stadt Zerbst ehrte vom 19. bis 29. April ihren berühmten Komponisten Johann Friedrich Fasch (1688-1758)
Verleihung des Fasch-Preises 2001 an Ludwig Güttler
Die 7. Internationalen Fasch-Festtage 2001, die unter der Schirmherrschaft des Kultusministers von Sachsen-Anhalt, Herrn Dr. Gerd Harms, standen, wiesen eine Novität auf. Sie verließen den bisherigen Rahmen der Aufführungsorte und gastierten in überaus attraktiven Spielstätten wie in den Sälen der Schlösser Köthen, Wendgräben, Leitzkau und Dessau (Georgium) sowie in der Stadthalle Zerbst und der Kirche St. Bartholomäi in Zerbst. Gleichzeitig wurde die Festspieldauer von vier auf elf Tage erweitert, damit jeder Musikliebhaber die Gelegenheit hatte, auch alle Konzerte zu besuchen. Die überregionale Ausstrahlung des Wirkens von Johann Friedrich Fasch und sein Schaffen im Kontext der Musikpflege an den jeweiligen auswärtigen Residenzen war gleichzeitig auch Gegenstand der diesjährigen wissenschaftlichen Konferenz und spiegelte sich in den musikalischen Beiträgen der 7. Internationalen Fasch-Festtage wider. Auch der MDR Kultur - wiederholt Medienpartner der Internationalen Fasch-Festtage - stimmte im Vorfeld mit Beiträgen und Interviews zu J. F. Fasch und neuesten Forschungsergebnissen auf diese Festtage ein. Aufgezeichnet wurde das Konzert am 28.04. im Spiegelsaal des Köthener Schlosses mit der Capella Savaria aus Ungarn.
Den Festakt im Fasch-Saal am 19.04. zur Eröffnung der 7. Internationalen Fasch-Festtage umrahmten Studenten des Instituts für Musikpädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, während Studenten der Fachrichtung Alte Musik der Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy", Leipzig, jeweils die beiden Konferenztage mit Musik von J. F. Fasch und Zeitgenossen musikalisch einleiteten. Mit lang anhaltendem Applaus wurde das Eröffnungskonzert in St. Bartholomäi belohnt, das vom Kammerchor des Universitätschores "J. F. Reichardt" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Johann Friedrich Fasch-Ensemble und vier Gesangssolisten unter der Leitung von Jens Lorenz gestaltet wurde und kirchenmusikalische Werke von D. Cimarosa, J. D. Heinichen und J. F. Fasch (Missa D-Dur, Konzert D-Dur für Solo-Violine, Streicher, Oboen, Pauken und Trompeten) darbot. Einen exklusiven Hörgenuss bot am darauf folgenden Tag das Freiburger Barockorchester Consort (Solistin: Daniela Helm, Violine) im Fasch-Saal mit einer "Festlichen Hofmusik" von G. Ph. Telemann und J. F. Fasch, die von den Zuhörern stürmischen Beifall bekam. Das aus Italien stammende Ensemble "Zefiro" verzauberte am 21.04. das Publikum im Schloss Leitzkau mit "Virtuosen Sonaten" von J. F. Fasch, J. D. Heinichen, A. Lotti, J. A. Hasse und J. D. Zelenka und war für den Kenner und Liebhaber barocker Kammermusik ein wahres Geschenk, was die stehenden Ovationen bewiesen. Auch am Sonntagmorgen wandelten die Zerbster Kantorei und das Johann Friedrich Fasch-Ensemble Halle unter der Leitung von Tobias Eger im Festgottesdienst von St. Bartholomäi auf den Spuren des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters J. F. Fasch mit der Erstaufführung der Kantate "Gott ist die Liebe" (eingerichtet von Uta Wald) und ermöglichten damit einen wertvollen Blick in die Zerbster Aufführungspraxis des 18. Jahrhunderts.
Wer gern Musik für die Laute hört, kam am sonntäglichen Nachmittag im reizvollen Ambiente von Schloss Wendgräben auf seine Kosten. Die Chursächsische Capelle Leipzig mit dem Lautenisten Joachim Held präsentierten neben dem einzigen erhaltenen Lautenkonzert von Fasch Werke des Spätbarock bis hin zur Empfindsamkeit, Kompositionen, die bisher in den Archiven schlummerten. Ein besonderer Hörgenuss war auch das Konzert der Hamburger Ratsmusik am 27.04. im Schloss Georgium in Dessau unter dem Motto "Johann Friedrich Fasch an auswärtigen Hofkapellen - Stationen seiner Reisen in Weißenfels, Leipzig, Prag, Darmstadt, Dresden und Prag" mit ebenfalls selten zu hörenden Werken von Komponisten, die dort gewirkt haben. Auch das Konzert der Capella Savaria aus Ungarn unter Leitung von Mary Terey-Smith im Spiegelsaal des Köthener Schlosses am 28.04. bot ein sehr ansprechendes Programm mit Vokal- und Instrumentalmusikwerken von G. Ph. Telemann und J. F. Fasch, die sie lyrisch und in virtuoser Weise beeindruckend interpretierten.
Doch das Abschlusskonzert der 7. Internationalen Fasch-Festtage 2001 im Großen Saal der Stadthalle in Zerbst am 29.04. mit dem schon legendären Trompeter Ludwig Güttler und seinem Ensemble Virtuosi Saxoniae war unbestritten der Höhepunkt dieser elf Tage. Das brillante Konzert mit der gekonnten und wohl überlegten Mischung von Werken der vier Großen des Barock J. S. Bach, G. F. Händel, G. Ph. Telemann und J. F. Fasch (Erstaufführung der Ouverturensuite D-Dur für drei Trompeten, zwei Hörner, Pauken, zwei Oboen, Fagott und Streichern, eingerichtet von Michael Pacholke) rief große Beifallsstürme beim Publikum hervor. Im Anschluss an das Konzert wurde dem renommierten Trompeter Ludwig Güttler vom Bürgermeister der Stadt Zerbst, Helmut Behrendt und der Präsidentin der IFG, Dr. Konstanze Musketa, der Fasch-Preis 2001, dotiert mit 5000 DM, für seine herausragenden Leistungen bei der Erschließung und Bekanntmachung der Werke J. F. Faschs im Rahmen seiner nationalen und internationalen Konzerttätigkeit und seiner Werkaufnahmen überreicht. Ludwig Güttler bedankte sich herzlich für diese Ehre und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Zerbst ein.
Dass es ein gelungenes Festival 2001 gewesen ist, wurde wenige Tage danach in der Auswertung der Festtage in Schloss Wendgräben vom Sozialdezernenten der Stadt Zerbst Heinz Westphal festgestellt. Die qualitativ hochwertigen Veranstaltungen in ansprechenden Räumen hätten das neue Konzept, die Fasch-Festtage auf zwei Wochenenden zu verlängern und neue Veranstaltungsorte in der Region mit einzubinden, bestätigt. Aufgabe sei es nun, das Niveau dieses Jahres auch für die kommenden Festtage beizubehalten und die hohen Erwartungen nicht zu enttäuschen. Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen und versprechen wieder höchsten Kunstgenuss.

 
 
  Internationale Wissenschaftliche Konferenz anlässlich der 7. Internationalen Fasch-Festtage am 20. und 21. April 2001 in Zerbst  
 
"Das Wirken des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch (1688-1758) für auswärtige Hofkapellen"

Die diesjährige Internationale Wissenschaftliche Konferenz hatte sowohl dem Kenner der Materie als auch dem interessierten Laien einige neue Erkenntnisse zu Lebens- und Schaffensumständen des Anhalt-Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch zu bieten. Dazu konnten ein Theologe und neun Musikwissenschaftler aus Deutschland, Australien und Kanada gewonnen werden, die in drei Sessions sowohl zur Quellenlage handschriftlich überlieferter Kompositionen Faschs als auch zu neuen biographischen Funden Stellung nahmen. Musikalisch eingeleitet wurden die beiden Konferenztage von Studenten der Fachrichtung für Alte Musik der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig, Marcel Plavec (Oboe), Marta Neumanovà (Oboe), Juraj Korec (Fagott), Krystof Lada (Fagott) und Cornelia Osterwald (Cembalo), deren Interpretationen von Sonaten von J. F. Fasch, J. S. Bach und G. F. Händel mit viel Beifall von Referenten und Zuhörern bedacht wurden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Zerbst, Herrn Helmut Behrendt, und die Präsidentin der IFG, Frau Dr. Konstanze Musketa, referierte Prof. Dr. Manfred Fechner, Jena/Dresden, über den "Dresdner Umgang" mit den Kompositionen Faschs, der damals wie heute gängigen Praxis der Bearbeitung, im speziellen Fall durch den Freund Faschs aus Leipziger Studententagen, J. G. Pisendel. Dr. Janice Stockigt, Australien, beleuchtete Faschs Dresdner Aufenthalt 1727 und seine Psalmvertonungen etwas genauer und die musikalisch-liturgischen Feste in der königlich-katholischen Kapelle, die zu dieser Zeit stattgefundenen haben. Stephan Blaut, Leipzig/Halle, vermittelte einen Überblick über die in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden vorhandenen Manuskripte zu Ouverturensuiten des Meisters und konnte anhand von Wasserzeichen und Kopistenhandschriften eine annähernd chronologische Zuordnung der von Fasch nach Dresden in einem Zeitraum von fast 30 Jahren gelieferten Ouverturensuiten vornehmen. Der Theologe Dr. Thilo Daniel, Weistropp, beleuchtete aus theologischer Sicht Faschs pietistische Haltung anhand des Briefwechsels zwischen Fasch und Nikolaus Graf von Zinzendorf. Elena Sawtschenko, Moskau (Russland)/Leipzig/Tübingen berichtete über Briefe Faschs an A. H. Francke und J. H. Callenberg im Archiv der Franckeschen Stiftungen in Halle und erläuterte deren Bedeutung für die weitere Fasch-Forschung. Zum Abschluss des ersten Konferenztages überraschte Wolfgang Eckhardt, Dresden, die Teilnehmer mit einem bisher unbekannt gebliebenen Bewerbungsschreiben des jungen Fasch um die vakante Stelle für das Kantorat an St. Jacobi in Chemnitz vom 28. März 1711. Der zweite Konferenztag begann mit dem Referat von Dr. Undine Wagner, Chemnitz, das wertvolle Hinweise zu Faschs Wirken in Prag, zur einzigen überlieferten Quelle sowie zum Musikleben in Prag um 1720-1750 erbrachte. Dr. Ursula Kramer, Mainz, informierte über den Quellenbestand der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt und stellte Vermutungen an, wann, wie und warum die Kompositionen nach Darmstadt gelangt sein könnten. Ralph-Jürgen Reipsch, Magdeburg, versuchte anhand quellenkritischer Überlegungen die Frage zu klären, ob die anonym in Darmstadt überlieferte Kantate "Willkomm, du Licht" von Fasch oder Telemann sein könnte. Den Abschluss der Konferenz bildete Dr. Barbara Reul, Victoria (Kanada), die sich mit der Frage beschäftigte, weshalb zwei Geburtstagskantaten für die Fürstin Hedwig Friederike von Anhalt-Zerbst in Darmstadt liegen.
Alle Referate dieser Konferenz werden im 8. Band der Fasch-Studien als Konferenzbericht veröffentlicht, der Ende 2001 erscheint.

 
 
  Vorschau auf die 8. Internationalen Fasch-Festtage 2003  
 
"Johann Friedrich Fasch und der italienische Stil" - Internationale Wissenschaftliche Konferenz anlässlich der 8. Internationalen Fasch-Festtage 2003

Mit diesem Thema, das wiederum das Profil der musikalischen Veranstaltungen bestimmen wird, soll der Einfluss der Musik italienischer Meister auf das Schaffen Johann Friedrich Faschs beleuchtet werden, denn der Komponist hat vor allem in seinen Konzerten und Sinfonien, aber auch in anderen Werkgattungen italienische Stilelemente verarbeitet. Viele seiner unmittelbaren Zeitgenossen in ganz Europa interessierten sich für den italienischen Geschmack und pflegten ihn, wenn auch in unterschiedlichem Maße.

Die 8. Internationalen Fasch-Festtage finden vom 3. bis 13. April 2003 statt.

So ist es nicht verwunderlich, dass auch am Zerbster Hof, wo J. F. Fasch von 1722 bis 1758 als Hofkapellmeister tätig war, viel italienische Musik erklang, wie man an der großen Zahl von Werken italienischer Komponisten im Bestand der Zerbster Concert=Stube (lt. Inventarliste von 1743) erkennen kann.
Über eine rege Beteiligung von Musikwissenschaftlern an dieser Konferenz - auch aus dem Ausland - würden wir uns sehr freuen. Bitte schicken Sie uns einen Themenvorschlag und ein Abstract von ca. 150 Wörtern an die IFG-Geschäftsstelle. Unsere Musikwissenschaftlerin, Susanne Schuster, erteilt Ihnen gern nähere Auskünfte unter

Tel./Fax 03923/610 121
Mo.-Do. 9.30-15.00 Uhr

 
 
  AUS DEN VERLAGEN  
 
Johann Friedrich Fasch - Großbesetzte Konzerte

Hrsg. von Manfred Fechner, erschienen in der Reihe: Denkmäler Mitteldeutscher Barockmusik, hrsg. von der Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V., Serie II, Band 4, Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig, 2000

 
 
  Rezension des Konferenzberichtes 1999  
 
"Carl Friedrich Christian Fasch und das Berliner Musikleben seiner Zeit"

Internationale Wissenschaftliche Konferenz am 16.4. und 17.4.1999 in Zerbst

(Konferenzbericht, erschienen bei der Anhaltischen Verlagsgesellschaft 1999, Dessau, Fasch-Studien Bd. 7)

Wolfgang Hirschmann, dem einen oder anderen Leser des Magazins für Alte Musik CONCERTO bestens bekannt, hatte sich bereit erklärt, den 1999 erschienenen Konferenzbericht über "Carl Friedrich Christian Fasch und das Berliner Musikleben seiner Zeit" zu rezensieren, nachzulesen in Heft 164, Juni 2001, S. 11-12.
Mit viel Fach- und Hintergrundwissen sowie in einem erfrischenden Stil lobt Hirschmann den sehr sorgfältig redigierten und ansprechend gestalteten Band und weist darauf hin, das dies ein Stück Grundlagenforschung zur bisher mehr oder weniger nicht berücksichtigten Berliner Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts sei. Mit Nachdruck unterstreicht er die große Bedeutung Carl Friedrich Christian Faschs als Schlüsselfigur der Berliner Musikszene in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und hebt ihn als Gründer der Berliner Singakademie 1791 und der damit einsetzenden Ära des Chorgesangs und des Konzertwesens hervor. Im Ganzen, so schreibt Hirschmann, ist dieser Konferenzbericht mit der Vielzahl der veröffentlichten Dokumente eine außerordentlich ertragreiche Monographie, und lobend hebt er am Ende noch die Zeittafel, das Literatur- und Quellenverzeichnis, eine kommentierte Fasch-Bibliographie und die verschiedenen Register, die dem Leser das Suchen nach Einzelheiten erleichtern, hervor und schließt mit den Worten "sehr empfehlenswert".
An dieser Stelle sei Wolfgang Hirschmann herzlich für die ehrliche und anspornende Rezension gedankt!

 
 
  Neue Editionen von Werken Faschs  
 
In diesem Jahr konnten wieder dank Fördermitteln vom Land Sachsen-Anhalt, dem Landkreis Anhalt-Zerbst und der Stadt Zerbst einige Werke aus dem Gesamtschaffen J. F. Faschs aufführungspraktisch eingerichtet werden: die Ouverturensuite A-Dur für Violine conc., 2 Oboen, 2 Fagotte, Streicher und B. c. (eingerichtet von Stephan Blaut), das Konzert G-Dur für Violine conc., 2 Flöten, 2 Oboen, Streicher und B. c. (eingerichtet von Brian Clark), die Kantate "Er hat große Dinge an mir getan " für Sopran, Alt, Tenor, Bass (Soli und Chor), 2 Flöten, 2 Oboen, Streicher und B. c., (eingerichtet von Uta Wald) und die Kantate "Die so das Land des Lichts bewohnen " für Sopran, Alt, Tenor, Bass, 2 Hörner, 2 Flöten, 2 Oboen, Streicher und B. c. (eingerichtet von Rainer Heyink). Als Gutachterin konnte die Musikwissenschaftlerin Dr. Undine Wagner aus Chemnitz gewonnen werden.

 
 
  Fasch in der Schweiz  
 
Am 22. 04., 29.04. und 24.06. 2001 erklang in der Stadtkirche Frauenfeld, der Holzkirche Luzern und der Klosterkirche Rheinau unter der Leitung von Walter Nater erstmals in der Schweiz (!) Johann Friedrich Faschs Messe in D-Dur für Soli, Chor und Orchester (FWV G:D 2) in einer Bearbeitung des Dirigenten. Ausführende waren das Vokal- und Instrumentalensemble RESPIRO und die Solisten Simone Vetman (Sopran), Petra von Felbert (Alt), Walter Kirchmeier (Tenor) und Alfred Kesseli (Bass).

 
 
  Wussten Sie schon ...,  
 
dass die IFG inzwischen 115 Mitglieder hat und die Nachfrage nach der Musik Faschs sich immer größerer Beliebtheit erfreut?

dass die IFG auf Anregung des Katharina-Vereins Zerbst an einer Ausstellung mit Materialien zu Leben und Werk von J. F. Fasch und Sohn C. F. Chr. vom 7.12.01-7.01.02 im Russischen Haus in Berlin teilnehmen wird?

dass Herr Stephan Blaut Leipzig/Halle, derzeit einen umfangreichen Fasch-Artikel für das Musiklexikon Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG) vorbereitet?

dass das Arbeitsamt Dessau eine AB-Maßnahme für die Erstellung der "Dokumentation der Aktivitäten der IFG e. V. in einer Chronik" bewilligt hat? Der 1. Teil kann Anfang 2002 in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

dass die IFG im Jahr 2002 zu Himmelfahrt eine Reise nach Wien geplant hat?

dass unser Sponsor, der Augenoptiker Herr Rudolf Preuss aus Zerbst, folgendes Angebot für den Verein unterbreitet hat:
"5% der von den Mitgliedern der IFG bei uns ausgegebenen Summe erstatten wir der IFG am Jahresende als Spende. Einzige Voraussetzung dafür ist der gültige Mitgliedsausweis ".
An dieser Stelle sei Herrn Preuss ganz herzlich für diese Initiative gedankt!

dass Herr Brian Clark, Dundee (GB), eine eigene Web-Site zum Thema Barockmusik unter www.geocities.com/dun69ders hat? Sehr empfehlenswert!

 
 
IMPRESSUM


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